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Wie Tageslichtlampen den Winter retten

Der Winter könnte eine so schöne Jahreszeit sein. Die Tage werden kürzer, die Temperaturen fallen und damit könnten gemütliche Abende im eigenen Haus verbracht werden. Doch die Realität sieht oftmals anders aus. Anstatt die Zeit auf dem Weihnachtsmarkt zu genießen oder mit den Kindern eine Schneeballschlacht zu veranstalten, wird eine Art Winterschlaf gehalten. Auch wenn Menschen keinen vergleichbaren Schlaf, wie etwa Bären, im Winter halten, geht der Körper in einen Ruhemodus über.

Wie Tageslichtlampen den Winter retten

Damit fällt es Dir schwer, die alltäglichen Aufgaben zu erledigen. Die Hausarbeit bleibt auf der Strecke und an das Lernen fürs Studium ist sowieso nicht zu denken. Noch dazu ist der Gang in das Fitnessstudio nicht gerade verlockend und es werden über den Winter Pfunde angesammelt, die mühsam im Frühjahr abgebaut werden müssen.

Möchtest Du den Winter aktiver gestalten, ist der Einsatz einer Tageslichtlampe zu empfehlen. Erfahre, wie diese wirkt und weshalb diese gerade in dieser dunklen Jahreszeit von Vorteil ist.

Weshalb der Winter oftmals so unbeliebt ist

Weshalb der Winter oftmals so unbeliebt ist

Wir mögen zwar in einer modernen Zivilisation leben, wenn es aber um den Tag-Nacht Rhythmus geht, ist der Körper noch auf demselben Stand wie vor einigen Jahrtausenden. Mit dem Einbruch der Sonne am Morgen erwacht der Körper langsam und geht die Sonne unter, wird die Schlafenszeit eingeläutet. So ist zumindest die Idealvorstellung.

Mit dem Einsatz des künstlichen Lichts sind wir Menschen nicht mehr an diesen natürlichen Rhythmus gebunden. Die Nacht kann zum Tag und genauso produktiv verbracht werden, wie während der Sonnenstunden. Insbesondere durch den Einsatz von Smartphones und Computern wurde der Rhythmus durcheinander gebracht.

Um zu verstehen, welchen Einfluss der Winter auf Deinen Körper hat, solltest Du begreifen, wie der Schlaf gesteuert wird. Wesentlich für das Schlafverhalten ist das Hormon Melatonin. Dessen Verhalten wird über die Netzhaut beeinflusst. Der Normalzustand für den Körper ist, dass dieser das Melatonin ausschüttet. Damit werden wir für gewöhnlich in den Ruhemodus versetzt und müder. Trifft jedoch die Sonne auf die Netzhaut, wird die Produktion des Melatonins gestoppt. Damit wird der Körper in den Wachzustand gebracht und der Tag kann beginnen. Erst am Abend, wenn die Sonne untergeht, beginnt die Ausschüttung des Melatonins erneut. Damit wirst Du müder und der Schlaf eingeläutet.

Im Sommer ist dies kein Problem für Dich. Die Sonnenstunden sind relativ lang und so hast Du einiges vom Tag. Hast Du einen gewöhnlichen 9 to 5 Job, kannst Du Dich problemlos nach der Sonne ausrichten. Besteht die Möglichkeit die Sonne in Dein Schlafzimmer zu lassen, wirst Du jeden Morgen ausgeruht aufwachen und benötigst dafür nicht mal einen Wecker.

Schwierig wird es jedoch im Winter. Dort sind die Sonnenstunden deutlich begrenzt. Musst Du morgens zur Arbeit oder in die Schule, wirst Du vor dem Sonnenaufgang aufstehen müssen. Dies widerspricht dem natürlichen Rhythmus des Körpers. Dein Wecker klingelt, obwohl er sich in diesem Moment noch gänzlich in der Schlafphase befindet. Da ist es kein Wunder, wenn Du am liebsten den Snooze Button drücken und noch länger schlafen möchtest. Dein Körper ist noch gar nicht bereit aufzuwachen.

Übermüdet machst Du Dich auf den Weg zur Arbeit und wirst die meiste Zeit in geschlossenen Räumen verbringen. Schließlich ist es draußen zu kalt und das Wetter selten wirklich angenehm. Damit trifft nur sehr wenig Sonnenlicht auf Deine Netzhaut und Dein Körper wird nie richtig in den Wachzustand versetzt. Da die Sonnenstunden so gering ausfallen, wirst Du den gesamten Winter über eine gewisse Müdigkeit verfügen.

Das Sonnendefizit besitzt nicht nur Auswirkungen auf das Schlafhormon Melatonin. Auch Vitamin D wird nicht in ausreichender Menge produziert. Denn hierfür ist ebenfalls direkt der Einfluss der Sonne notwendig. Hältst Du Dich überwiegend in Gebäuden auf und bist nur selten im Freien, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass im Winter ein Vitamin D Defizit auftritt. Als Folge treten Symptome ein, die mit einer Depression vergleichbar sind. Du wirst nicht nur müde, sondern regelrecht antriebslos und Deine Laune befindet sich auf einem Tiefpunkt. Daher wird auch von einer Winterdepression gesprochen. Erst mit den längeren Sonnenstunden im Frühling, merkst Du wie die Energie zurückkommt und Du Dich aktiver fühlst.

Was ist eine Tageslichtlampe?

Was ist eine Tageslichtlampe

Findest Du Dich in dieser Beschreibung wider und ist der Winter eine belastendende Jahreszeit für Dich?

Dann musst Du dies nicht so einfach hinnehmen. Es gibt technische Möglichkeiten, die der Sonne nachempfunden sind und eine ähnliche Wirkung entfalten. Allen voran sind hierbei Tageslichtlampen zu nennen.

Dies sind Lampen, die über ein Lichtspektrum verfügen, die der Sonne sehr nahe kommen. Sie werden daher als besonders hell empfunden und unterscheiden sich von gewöhnlichen Leuchtmitteln.

Aufgrund der hohen Helligkeit und des breiten Lichtspektrums sind sie in der Lage eine ähnliche Wirkung auf den Körper zu entfalten, wie die Sonne. Durch die gezielte Anwendung und Aufnahme des Lichts, wird das Glückshormon Serotonin ausgeschüttet und das Schlafhormon Melatonin gebremst. Damit werden sehr direkt die Symptome einer Winterdepression gelindert und Du wirst Dich aktiver fühlen.

Um diese Wirkung zu entfalten, muss die Farbtemperatur zwischen 5.300 und 6.500 Kelvin liegen. Dies ist eine kaltweiße Temperatur, die nicht gerade als gemütlich empfunden wird. Moderne Tageslichtlampen lassen sich aber dimmen und leicht in der Farbtemperatur verändern. Daher sind sie bedingt auch für den Einsatz auf dem Schreibtisch nutzbar. An die Gemütlichkeit eher wärmerer Leuchtmittel werden sie allerdings kaum herankommen.

Daher sind Tageslichtlampen in erster Linie als Medizinprodukte zu verstehen. Sie lindern Winterdepressionen und hellen die Stimmung auf.

Welche Anwendung ist ideal?

Welche Anwendung ist ideal

In der Wirkung unterscheidet sich die Tageslichtlampe zwar von anderen Leuchtmitteln, die Funktionsweise ist aber die gleiche. Du schaltest die Tageslichtlampe an und wirst direkt die große Leuchtkraft feststellen. Die weiße Lichtfarbe wirst Du im ersten Moment womöglich als unangenehm empfinden und musst Dich erst noch daran gewöhnen.

Verantwortlich für diese Lichttemperatur ist der integrierte Spektralfilter. Dieser lässt nur ein Lichtspektrum zu, welches möglichst der Sonne entspricht. Daher kannst Du nicht jede beliebige weiße Lampe einsetzen, um die Winterdepression zu lindern. Es muss eine ausgewiesene Tageslichtlampe sein, da nur diese über das notwendige Lichtspektrum verfügen.

Die genaue Anwendung richtet sich nach dem jeweiligen Modell, für welches Du Dich entschieden hast. Für eine intensive Therapie stellst Du die Lampe in einem Abstand von rund 50cm vor Dich auf. Nun lässt Du das Licht für mindestens 10 Minuten auf Dich wirken. Du musst dabei nicht direkt in die Lichtquelle schauen, sondern nur Dein Gesicht der Lampe zuwenden. Je länger Du die Lampe einsetzt, desto größer wird der Effekt sein.

Es gibt ebenfalls Modelle, die Du an der Decke oder der Wand befestigen kannst. Damit wirst Du eine Lichttherapie praktisch nebenbei durchführen. Dies ist aber weniger intensiv und nur zu empfehlen, falls die Symptome weniger stark ausgeprägt sind. Zudem solltest Du diese Lampen ca. 2 Stunden vor dem Schlafengehen ausschalten, da ansonsten der Schlafrhythmus durcheinander gebracht wird.

Der Zeitpunkt für die Anwendung der Tageslichtlampe ist am Morgen. Direkt nach dem Aufstehen lohnt es sich diese helle Lichtquelle anzuschalten und auf sich wirken zu lassen. Dadurch der Körper direkt in den Wachmodus versetzt und Du wirst mit viel mehr Energie ausgestattet sein. Probiere doch den morgendlichen Kaffee durch die Tageslichtlampe zu ersetzen. Das Koffein putscht Dich vielleicht kurzzeitig auf, überspielt aber lediglich nur die Müdigkeit und stellt keine echte Hilfe für Deinen Körper dar.

Mit der Tageslichtlampe beeinflusst Du direkt Deinen Hormonhaushalt, sodass Du Dich nicht nur wacher fühlst, sondern insgesamt leistungsfähiger bist. Du wirst leichter in den Tag starten und auf der Arbeit oder in der Schule konzentrierter sein. Die alltäglichen Aufgaben gehen leichter von der Hand und der Winter wird mit all seinen Vorzügen genossen.

Tageslichtwecker vs. Tageslichtlampe

Tageslichtwecker vs Tageslichtlampe

Morgens nach dem Aufstehen die Tageslichtlampe einzuschalten ist sinnvoll, um den Tag ausgeruhter zu beginnen. Dennoch wird der gewöhnliche Wecker mit seinem lauten Weckgeräusch als störend empfunden, weil der Körper noch gar nicht auf das Aufwachen vorbereitet war.

Eine praktische Alternative stellt der Tageslichtwecker dar. Er kombiniert die Wirkung einer Tageslichtlampe mit der Notwendigkeit eines Weckers. Ist es im Winter selbst am Morgen noch dunkel oder in Dein Schlafzimmer dringt ohnehin kaum natürliches Sonnenlicht, lässt sich dieses durch den Tageslichtwecker ersetzen.

Dieser Wecker mit Lichtfunktion simuliert einen natürlichen Sonnenaufgang. Dabei wird zunächst ein dunkelrotes Licht abgestrahlt, welches schrittweise heller wird und von einem tiefrot, zu einem hellen weiß wechselt. Je nach Einstellung lässt sich diese Simulation unterschiedlich lange ausführen, wobei Zeiten von 15 bis 45 Minuten üblich sind.

Die Sonnenlichtsimulation fängt dabei vor der eigentlichen Weckzeit an. Musst Du um 6 Uhr pünktlich aufstehen, startet der Wecker z.B. schon um 5:30 mit einem schwach leuchtenden Licht. Dadurch wird die Produktion des Schlafhormons gehemmt und der Körper langsam in den Wachzustand versetzt. Damit wirst Du innerhalb der nächsten 30 Minuten von ganz allein aufwachen, ohne einen nervtötenden Weckton zu verwenden. Reagierst Du dennoch nicht so empfindlich auf das Licht, lässt sich auch ein natürlicher Weckton am Ende der Sonnensimulation verwenden. Damit wirst Du zuverlässig und viel sanfter geweckt.

Anstatt, dass Dich der Wecker aus dem Tiefschlaf reißt, wirst Du mit der Sonne aufwachen. Du bist viel ausgeruhter und kannst direkt in den Tag starten. Der Tageslichtwecker ist nicht nur im Winter eine sinnvolle Anschaffung, sondern auch, falls im Sommer kaum Licht in Dein Schlafzimmer dringt.

Leidest Du unter Einschlafproblemen lässt sich die Simulation umkehren und ein Sonnenuntergang abspielen. Damit wird Dein Körper besser auf die Nacht vorbereitet.

Fällt es Dir besonders schwer im Winter aufzustehen, dann nutze den Tageslichtwecker, um dieses Problem zu lösen. Sind hingegen die Symptome der Winterdepression stark ausgeprägt, ist die Anwendung einer speziellen Tageslichtlampe zu empfehlen. In jedem Fall gilt, dass Du den Winter nicht als Belastung empfinden musst. Indem Dir klar wird, weshalb Deine Motivation und Laune sinkt, wirst Du besser dagegen ankämpfen können. Natürlich stellen ausgedehnte Spaziergänge auch eine tolle Möglichkeit dar, um dieser Depression zu entgehen.

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