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Logitech G430 Test

Logitech G430 Testbericht

Gaming Headsets gibt es mittlerweile in einer erstaunlichen Anzahl zu finden, zu kaufen und zu nutzen. Logitech etwa produziert bereits seit 1981 Akustik-Equipment, welches nicht selten als Bestseller in Onlineshops und Elektromärkten gelistet wird. So auch das Logitech G430: Für nicht einmal 40 Euro legt dir der Hersteller aus dem Schweizer Apples ein sowohl spieltechnisch angehauchtes als auch vielseitiges Headset an die Hand.

Vorteile Logitech G430

schickes, innovatives Design
geringes Gewicht
guter Tragekomfort
exzellente Verarbeitung und resistentes Gehäuse
schwenkbares sowie abnehmbares Mikrofon
grundsätzlich sehr überzeugende Sound- und Sprachqualität dank Surround Sound 7.1 und Nebengeräuschunterdrückung
integrierte Soundkarte

Nachteile Logitech G430

leider nur in einer Farbe zu haben

eventuell Soundprogramm vonnöten

kleine Schwächen im Mitteltonbereich

Logitech G430 - Das Design

Das Logitech G430 hebt sich bereits äußerlich erkennbar von der breiten Konkurrenz ab. So fällt zum Beispiel die quaderförmige Gestaltung der Ohrpolster auf. Andere Produzenten greifen häufig zu runden oder zumindest ovalen Lauschern, die zwar etwas dezenter ausfallen, im Grunde jedoch einen Allerweltscharakter offenbaren.

Logitech handhabt die Ohrpolstergestaltung in der G-Serie differenzierter, doch neben der rechteckigen Garnitur fällt beim Logitech G430 auch die Farbgestaltung auf:

Eine Mischung aus blauen und schwarzen Elementen verleihen diesem Gaming Headset ein einerseits frisches, andererseits aber auch elegantes Erscheinungsbild. Auf die Optik bezogen darf dem Logitech G430 also durchaus ein erster Pluspunkt verliehen werden, obgleich der Umstand, dass es das Modell einzig und allein in Schwarz-Blau gibt, den Designaspekt etwas schmälert.

Schließlich liegt Schönheit im Auge des Betrachters und Geschmäcker sind grundsätzlich unterschiedlich.

Logitech G430 - Die Verarbeitung

Ein ganz anderes Bild offenbart der Test des Logitech G430 in Bezug auf die Verarbeitung. Hier macht sich ganz eindeutig die Erfahrung und die Markenqualität des Technikriesens bemerkbar: Sämtliche Partien sind sauber verarbeitet, unschöne Nahtstellen keineswegs zu finden, und auch die Elastizität der Ohrpolster muss gelobt werden. So erleiden diese zum Beispiel selbst bei regelmäßiger Benutzung kaum Verschleißspuren und verfärben sogar dann nicht, wenn du sie mehrere Stunden am Tag der Sonne aussetzt.

Hervorzuheben ist auch der stabile Kopfbügel, welcher zwar lediglich aus Kunststoff gefertigt wurde, dafür jedoch wirklich robust ausfällt und selbst den kräftigsten Zocker-Ärmchen standhält. Dies mag nicht zuletzt an der inneren Metallschiene liegen, die neben der Stabilisierung der Höhenverstellung dient. Auffallend am Logitech G430 ist dann noch das Mikrofon. Dieses ist mit keiner zusätzlichen Polsterung versehen und auch nur dezent mit dem restlichen Gehäuse verknüpft, kann soundtechnisch jedoch durchaus überzeugen und ist zudem stabil – nicht starr – mit dem restlichen Gehäuse verknüpft. So kannst du das Mikrofon bei Bedarf nach oben klappen und sogar abschrauben.

Speichelreste dürfen im Handumdrehen entfernt werden: Eine spritzwasserfeste Membran schützt die innere Aufnahmetechnik des Mikrofons, sodass die Reinigung mit einem feuchten Tuch möglich ist, um den Mikrofonarm wieder zum Glänzen zu bringen.

Logitech G430 - Tragekomfort

Aufgrund der gelungenen Profilierung der Ohrpolster bringt das Logitech G430 auch ein grundsätzlich angenehmes Sitzgefühl mit sich. Dies liegt allerdings nicht nur an den weichen, aus Schaumstoff gefertigten, Ohrpolstern: Mit einem Gewicht von 360 Gramm beansprucht das Logitech G430 kaum die Kopf- und Nackenmuskulatur und dank der verstellbaren Bügelschiene ist es ohne Weiteres möglich, die Sitzposition zu verändern.

Leider verschenkt Logitech etwas Potenzial bei der Anpassungsmöglichkeit der Ohrpolster. Der Umstand, dass sich die Polster weder schwenken noch austauschen lassen, ist angesichts der sonst ohne Frage gelungenen Gestaltung jedoch zu verkraften. Zudem solltest du bedenken: Der Kopf eines jeden Menschen fällt in Größe und Umfang anders aus, was es schwer macht, absolute und allgemein gültige Aussagen über den Sitzkomfort zu machen. So ist dem Headset ein wirklich angenehmes Sitzgefühl zu attestieren, doch einige wenige Nutzer des Logitech G430 klagen darüber, dass das Modell nach zwei bis drei Stunden auf die Ohren drücken würde.

In diesem Test des Logitech G430 war hiervon nichts zu spüren und auch die hiesige Rezensionslandschaft im World Wide Web spricht diesem Headset ein angenehmes Sitzgefühl zu. Vor einer Schweißbildung musst du dich übrigens nicht fürchten, denn sowohl dieser Test als auch die Bewertungskritiken anderer Träger bescheinigen den Ohrpolstern des Logitech G430 eine große Atmungsfreudigkeit.

Logitech G430 - Benutzung

Die Benutzung des Logitech G430 ist ungelogen als leicht und problemlos zu bezeichnen: Verbindungsprobleme oder Übertragungskomplikationen konnten während des Tests nicht ausgemacht werden. Zudem kommt das Gaming Headset mit nützlichen Extras daher. Ein nettes Gimmick stellt zum Beispiel die freie Wahl der Kabelbindung zwischen USB- oder Klinkenkabel dar. Dies hat auch bedingt Auswirkungen auf die Soundqualität, doch dazu später mehr.

Das „Switchen“ zwischen Klinke und USB ist unproblematisch: Letztere Verbindung wird durch das Aufstecken eines kleinen, im Lieferumfang enthaltenen, Adapters auf die zwei Klinkenschächte vorbereitet. Anschließend schließt du das Logitech G430 nur noch an einen freien USB-Port des Endgerätes an – hierfür eignen sich PC und Konsole gleichermaßen. Um das Headset unabhängig von der Plattform steuern zu können, sind ein Lautstärkeregler und ein Stummschalter für das Mikrofon vorhanden. Vorteilhaft am Headset ist auch das 3 Meter lange Kabel, denn so können rückseitige Anschlüsse des Wiedergabemediums genutzt werden.

Doch Vorsicht: Wer das Modell am PC nutzen möchte, muss sich eventuell das – kostenlose – Soundprogramm „Logitech Gaming Software“ herunterladen, denn insbesondere unter Windows 7 drohen Verbindungsschwierigkeiten.

Logitech G430 - Sound- und Sprachqualität

Abschließend sei noch ein Blick auf die klangtechnische Qualität des Logitech G430 geworfen. In dieser Hinsicht erntet das Gaming Headset ebenfalls Lorbeeren. Vor allem die Differenzierung von Geräuschen aus dem Vorder- und dem Hintergrund klappt wie am Schnürchen und der Nutzer erhält tatsächlich das Gefühl, in das Spielgeschehen einzutauchen. Logitech hat dieses Headset somit zurecht in die G-Reihe gesteckt, denn bei dem Schweizer Akustikexperten steht G für Gaming! Ebenfalls überzeugend sind die Basswerte.

Etwas Kritik wäre allerdings an der Zeichnung von Geräuschen aus dem Mitteltonbereich zu üben, denn der Logitech G430 Test offenbart hier minimale Unschärfen beziehungsweise Überzeichnungen. Ein kleiner Tipp: Wer sich die Mühe macht, mit einem zusätzlichen Equalizer die Soundwerte zu optimieren, wird diesen Kritikpunkt schnell aus dem Weg räumen. Das Gaming Headset unterstützt übrigens Surround Sound 7.1! Dem Träger wird somit ein besonders voluminöses, beinahe räumliches Klangbild geboten. Dies ist sogar bei der Nutzung des Geräts via Klinkenanschluss möglich, denn im Inneren des Logitech G430 werkelt eine eigene Soundkarte! Andernfalls kann auf eine externe Soundkarte zurückgegriffen werden, indem das USB-Kabel genutzt wird. Zu guter Letzt noch ein Wort zum Mikrofon.

Wie bereits erwähnt, ist das Mikrofon mit keinem zusätzlichen Polster oder mit einer besonderen Legierung versehen, doch auch ohne Windfang & Co. greift beim Logitech G430 eine aktive Geräuschunterdrückung. So werden die Sprachbotschaften von störenden Umgebungsgeräuschen getrennt und gelangen klar und deutlich an den beziehungsweise an die Gesprächspartner. Dass das Gaming Headset auch zum Aufzeichnen von Sprachnotizen (Memos) einlädt, überrascht demzufolge kaum.

Fazit zum Logitech G430

Mit dem Logitech G430 gelangt kein Klangwunder ins heimische Arbeits-, Spiele- oder Multimediazimmer. Möchtest du das bestmögliche Soundpaket nutzen, musst du zu einem Equalizer greifen, doch unterm Strich liefert das Headset nicht nur für Gaming-Freunde einen komfortablen und einfachen, jedoch keineswegs schlichten, Akustikspaß.

Angefangen vom Design bis hin zu den Extras wie dem abnehmbaren Mikrofonarm ist dem Modell die Note „Gut“ zuzuschreiben und mit rund 40 Euro liefert Logitech einen kleinen Kampfpreis.

Apropos: Vor knapp zwei Jahren kostete das Headset noch gut 70 Euro! Zwar mag an mancher Stelle ersichtlich werden, wo der Hersteller den Rotstift angesetzt hat, doch wer über minimale Ungenauigkeiten im Mittelfrequenzbereich sowie fest montierten und nicht-verstellbaren Ohrpolstern hinwegsehen kann, wird in dem Logitech G430 eine langlebige und spieletaugliche Soundmaschine erkennen.

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