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LED-Lampen vs Halogen-Lampen

Früher fiel die Wahl beim Leuchtmittel recht einfach. Die Glühbirne war günstig in der Anschafft, hat ein angenehmes Licht abgesondert und war einfach in der Handhabung. Leider war sie so ineffizient, dass die meiste Energie nicht in Form des Lichts, sondern der Wärme abgestrahlt wurde. Um die Umweltbelastung zu reduzieren und den Energieverbrauch zu senken hat die klassische Glühbirne ausgedient.

Als Alternative haben sich einige andere Leuchtmittel etabliert. Dazu zählen die LED-Lampen und Halogen-Lampen. Diese weisen jeweils ihre eigenen Charakteristiken auf und haben die Glühbirne mittlerweile vollständig verdrängt.

Doch welche Lampe ist für den heimischen Gebrauch besser oder ist eine Variante für bestimmte Einsatzzwecke besser geeignet? Im Folgenden werden diese Lampenformen ausführlich betrachtet und aufgezeigt, welche Unterschiede bestehen.

Was sind LED-Lampen?

Was sind LED-Lampen

Auf dem Markt hat sich die LED-Lampe etabliert. Sie ist in den meisten Wohnungen vorzufinden und überzeugt mit einer hohen Vielfalt. Es gibt sie in unterschiedlichen Farbtemperaturen, Leuchtstärken und selbst die Formen sind variabel. So gibt es neben den traditionellen Birnenformen auch Leuchtstreifen, die einen Bereich gezielt ausleuchten.

LED steht als Abkürzung für eine lichtemittierende Diode. Bei der Diode handelt es sich um ein elektronisches Bauteil, welches mit zwei Elektroden ausgestattet ist. Dadurch kann der elektrische Strom nur in eine Richtung fließen. Die Elektronen bewegen sich unaufhörlich und durch diese Bewegungen wird das Licht ausgestrahlt.

LED-Lampen überzeugen dank ihres geringen Stromverbrauchs und der hohen Langlebigkeit. Betrug der Marktanteil dieser Leuchtmittel im Jahre 2011 nur rund 10% in Haushalten, wird davon ausgegangen, dass dieser Anteil auf bis zu 70% im Jahr 2020 angestiegen ist.

Eine besonders hohe Verwendung ist in Displays zu erkennen. Egal ob es sich um den Computer, das Smartphone oder den Fernseher handelt. Heutzutage werden in diesen elektronischen Geräten ausschließlich Lampen eingesetzt, die auf der LED-Technologie basieren.

Technologische Fortschritte, wie etwa die organische Leuchtdiode (OLED) tragen zu diesem Erfolg bei. Diese sind besonders kontrastreich und verbrauchen noch weniger Energie. Da schwarze Pixel kein Licht emittieren, wird der hohe Kontrast erzeugt und und die Farbgebung als besonders echt wahrgenommen. OLEDs können zudem auf gewölbten Oberflächen eingesetzt werden. Damit sind sie besonders für faltbare Geräte essenziell, die in Zukunft sicherlich eine wichtigere Rolle spielen werden.

LEDs sind sowohl im Wohnraum, als auch der modernen Technik kaum mehr wegzudenken und haben eine beachtliche Marktstellung eingenommen. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung dieser Technologie ist selbst die Einbindung in ein WLAN möglich. Dabei lassen sich per APP zum Beispiel die Helligkeit oder Farbtemperatur steuern.

Halogen-Lampen vorgestellt

Halogen-Lampen vorgestellt

Eher traditionell wirken hingegen Halogen-Lampen. Diese erzielen ihre Lichtausbeute auf Basis eines Gasgemischs, welches im Inneren der Lampe vorhanden ist. Ähnlich einer klassischen Glühlampe befindet sich auch in der Halogen-Lampe ein Glühfaden, welcher das Licht abstrahlt.

Damit kann die Halogen-Lampe als Weiterentwicklung einer Glühlampe betrachtet werden. Der wesentliche Aufbau unterscheidet sich nicht so dramatisch und nur die Gasfüllung sorgt für eine höhere Lichtausbeutung. Denn durch das Gas wird verhindert, dass der Faden zu schnell durchbrennt oder bricht.

Im Inneren der Halogen-Lampe wird zu diesem Zweck das Gas Brom eingefüllt. Brom wird zu der Gruppe der Halogene gezählt, welche namensgebend für diese Lampe ist. Wird die Glühlampe eingeschaltet, herrschen hohe Temperaturen und ein Teil des Drahtes schmilzt oder verdampft. Dieser Prozess besteht auch bei der Halogen-Lampe.

Der Vorteil des Gases besteht aber darin, dass der verdampfende Stoff sich mit dem Brom bindet und wieder auf den Glühfaden ablegt. Dadurch wird der Glühfaden praktisch ständig regeneriert und die Verschleißerscheinungen sind wesentlich geringer.

Um diesen Prozess am Laufen zu halten sind hohe Temperaturen notwendig. Erst bei Temperaturen von 1.400 C° am Glühfaden, läuft die chemische Reaktion ab, um den Glühfaden wieder zu stärken. Dies macht es notwendig, dass ein spezielles Glas eingesetzt wird. Normale Gläser würden bei der Betriebstemperatur schmelzen.

Vor- und Nachteile der LED-Lampe

Vor- und Nachteile der LED-Lampe

Die LED-Lampe hat sich nicht ohne Grund so stark am Markt behauptet. Es gibt einige Faktoren, die für diese Variante sprechen.

Der Hauptgrund für die große Verbreitung ist der niedrige Energieverbrauch. LED-Lampen wurden ursprünglich als energie sparende Lampen entwickelt und senken den Energieverbrauch. Es muss nicht erst ein Glühfaden erhitzt werden, sondern das Licht wird auf eine andere Weise erzeugt. Dies führt zu einer höheren Effizienz und einem niedrigeren Stromverbrauch.

Nicht nur in Bezug auf den Stromverbrauch ist die LED-Lampe umweltfreundlich. Sie sind frei giftigen Chemikalien und es besteht keine Gefahr, falls diese zerbrechen sollten. Bei älteren Energiesparlampen besteht das Risiko, dass Quecksilberdämpfe entstehen. Die LED-Lampe hingegen ist wesentlich umweltfreundlicher und weniger gefährlich.

Die Glühlampe war bekannt für ihre lange Leuchtdauer. Die LED-Lampe erreicht zwar nicht die Lebensdauer einer Glühlampe, ist aber dennoch mit bis zu 70.000 Stunden überzeugend. Sie kann für eine lange Dauer verwendet werden und überzeugt daher mit niedrigen Kosten über die gesamte Lebensdauer. Abstriche müssen jedoch bei OLED-Lampen hingenommen werden. Diese verlieren mit der Zeit an Kontrast und sind wesentlich kürzer im Einsatz.

Vorteilhaft ist zudem die hohe Vielfalt der LED-Lampen. Es gibt sie in sämtlichen Farbtemperaturen und Abstrahlwinkeln. Damit ist es Dir möglich die Wohnung individuell auszuleuchten und eine schöne Atmosphäre zu gestalten. Dank des niedrigen Energieverbrauchs und der nicht entstehenden Wärme eignen sie sich hervorragend als passive Leuchtmittel.

Ein Nachteil der LED-Lampen ist jedoch der höhere Anschaffungspreis. Zumindest gegenüber Glühlampen sind LEDs etwas teurer. Unter Betrachtung der Energieeffizienz und der ordentlichen Lebensdauer erweisen sich LED-Lampen langfristig dennoch als günstiger.

Vor- und Nachteile der Halogen-Lampen

Vor- und Nachteile der Halogen-Lampen

Die Halogen-Lampe ist deutlich kontroverser zu betrachten. Sie überzeugt mit einer guten Lichtintensität. Ähnlich wie bei einer Glühlampe tritt die Helligkeit sofort nach dem Einschalten auf. Du musst also nicht erst warten, bis der Faden sich erwärmt.

Halogen-Lampen waren zudem relativ günstig. Die Anschaffungskosten waren überschaubar und so konnte über die niedrige Lebensdauer hinweggeschaut werden.

Angenehm ist zudem das Licht, welches von den Halogen-Lampen ausgestrahlt wird. Dieses entspricht relativ nahe dem Sonnenlicht und wird als natürlich empfunden.

Diesen Vorteilen stehen eine Reihe von Nachteilen gegenüber. Da wäre zu nennen, dass die Betriebsdauer mit nur 1.000 Stunden deutlich begrenzt ist. Zudem ist die Effizienz relativ gering und ein Großteil der Energie wird in Form von Wärme abgestrahlt.

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Aufgrund der geringen Lichtausbeute wurden Halogen-Lampen in der EU verboten. Sie dürfen seit dem 01.09.2018 nicht mehr hergestellt werden und es wird lediglich der Restbestand aufgebraucht. Damit ereilt die Halogen-Lampe das gleiche Schicksal, wie der herkömmlichen Glühbirne.

Die unterschiedlichen Einsatzgebiete

Die unterschiedlichen Einsatzgebiete

LED-Lampen können fast überall eingesetzt werden. Sie werden in elektronischen Bildschirmen eingesetzt, als Leuchtmittel in der Wohnung verwendet und selbst als Autoscheinwerfer genutzt.

Aufgrund der unterschiedlichen Varianten ist das Einsatzgebiet sehr weitreichend. Die hohe Energieeffizienz erlaubt sogar neue Anwendungsmöglichkeiten, die gerade im Haushalt nützlich sind. So werden batteriebetriebene LED-Lampen an Treppen eingesetzt, um diesen Bereich auszuleuchten. Dank der hohen Effizienz können sie dort für einige Zeit leuchten, ohne dass die Batterien ausgetauscht werden müssen. Dies war bei Glühbirnen noch undenkbar.

Damit sind LED-Lampen überall dort gefragt, wo keine Steckdose in der Nähe ist. Dies ist zum Beispiel bei der Gartenbeleuchtung oder der Dekoration der Fall. Die Lichterkette muss nicht mehr mühsam mit einer Steckdose verbunden sein, sondern kann frei auf dem Dach platziert werden. Dort hält sie mühelos eine ganze Wintersaison durch, ohne dass die Batterien getauscht werden müssen.

Ausgestattet mit einem Bewegungsmelder oder einer Zeitschaltuhr können diese Lampen intelligent betrieben werden. Damit erstrahlt die Wohnung oder der Garten in einem ganz neuen Licht und die Lampen bieten ganz neue Einsatzmöglichkeiten.

Die Einsatzeingebiete der Halogen-Lampe sind deutlich begrenzter. Der Vorteil dieser Variante ist die natürliche, angenehme Lichtfarbe. Daher wird sie in Wohnbereichen eingesetzt, um bestimmte Bereiche gut auszuleuchten. Für das Wohnzimmer, als Dauerleuchte ist sie allerdings ungeeignet. Die Lebensdauer ist zu kurz und der Energieverbrauch zu hoch.

Daher wird die Halogen-Lampe bevorzugt in der Küche oder in Flurbereichen verwendet. Dort ist die Lampe vergleichsweise kurz im Einsatz und die niedrige Lebensdauer fällt weniger ins Gewicht. Auch die schlechtere Energieeffizienz macht sich dort weniger bemerkbar.

Somit kann gesagt werden, dass die Halogen-Lampe in den Bereichen verwendet wird, die gut ausgeleuchtet sein müssen und nur kurz genutzt werden. Dies ist zum Beispiel auch im Badezimmer der Fall, wo diese Ausführung auch im Badezimmerspiegel gerne verwendet wird.

Dennoch scheint die Halogen-Lampe ein Auslaufmodell zu sein. Sie wird nicht mehr hergestellt und ist nur noch eingeschränkt zu kaufen. In der Schweiz sind manche Halogen-Lampen sogar komplett verboten und innerhalb der EU besteht ebenfalls das Bestreben, diese ineffizienten Leuchtmittel nach und nach durch effizientere LEDs auszutauschen.

Fazit

Fazit

Der Vergleich zwischen LEDs und Halogen-Lampen stellt auch einen Vergleich zwischen moderner und traditioneller Technologie dar. Halogen-Lampen sind den traditionellen Glühlampen sehr ähnlich und leisten eine gute Arbeit. Im modernen Umfeld haben sie mit ihrer schlechten Energieeffizienz jedoch kaum mehr etwas verloren.

Gab es zum Beginn des schrittweisen Verbots von Glühlampen und Halogen-Lampen noch rege Proteste, weil LEDs nicht als echte Alternative akzeptiert wurden, hat sich dieses Meinungsbild geändert. LEDs wurden kontinuierlich weiterentwickelt und die damals bestehenden Vorurteile sind nicht mehr aktuell.

Sie strahlen bei Weitem nicht mehr das künstliche und unangenehme Licht ab, sondern decken ein weites Spektrum ab. Ob ein warmes Licht gedimmtes Licht für die Abendstunden oder ein hell strahlendes Weiß. LED-Lampen gibt es in sämtlichen Formen und Ausführungen. Selbst der Farbwechsel per APP ist möglich und damit beweisen diese Leuchtmittel ihre Vielseitigkeit.

Für die Ausleuchtung von Wohnräumen und in den meisten anderen Einsatzgebieten spricht einiges für die Verwendung der LED-Lampen. Sie sind effizienter, verfügen über eine lange Lebensdauer und strahlen ein angenehmes Licht ab. Was soll von einer Lampe noch mehr verlangt werden?

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