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14.11.2001

Editorial: Hoch lebe die Teamarbeit!

 
Über die Vorteile räumlicher Nähe
Die Theorie von Telearbeit, Netzwerken und virtuellen Teams hat etwas Bestechendes. Da sitzt zum Beispiel der Designer in Berlin, der Programmierer in München und der Projektmanager in Linsengericht (toller Ort bei Hanau). Bei Projektbeginn treffen sich alle einmal zum Briefing, danach wird per E-Mail oder Instant Messaging kommuniziert. Jeder arbeitet in seiner Lieblingsumgebung zu seinen Lieblingszeiten mit seiner Lieblingsmusik. So können alle ihr Bestes geben und die Firma spart sogar noch Büromiete.

Sorry, aber daran kann ich nicht glauben. Ich denke, die Effizienz und Qualität eines eingespielten Teams von 3-8 Leuten im gleichen Raum ist einfach unschlagbar. Die Arbeit an multimedialen Projekten beruht auf der möglichst homogenen und intensiven Durchdringung verschiedener Disziplinen. Kommunikation ist alles. Kundenwunsch, Nutzerbedürfnis, Konzept, Funktion, Grafik verändern sich immer während des Projektablaufs. Je schneller man sich auf neue Erfordernisse einstellen kann, desto besser. Und räumliche Nähe macht die Verständigung viel, viel leichter und ist weniger anfällig gegenüber technischen Problemen.

Kommunikation fördert drei wesentliche Erfolgsfaktoren: Vertrauen, Stil und Spaß bei der Arbeit. Vertrauen innerhalb eines Teams reduziert lästige Kontrollaufgaben und erspart manches Meeting. Nur durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit entwickelt eine Projektgruppe so etwas wie eine eigene Handschrift und setzt sich dadurch von der allgegenwärtigen Konkurrenz ab. Trotz aller Emoticons kann niemand Gefühle per E-Mail verschicken, aber das Lachen des Gegenübers ist (manchmal) ansteckend. Es gibt keine bessere Motivation als ein gutes Arbeitsklima.

Natürlich klappt das nicht immer reibungslos. Die wichtigste Aufgabe des Unternehmens liegt darin, die richtigen Leute zusammenzustellen, Konflikte rechtzeitig zu erkennen und aus dem Weg zu räumen. Ein statisches Abteilungsdenken ist da eher kontraproduktiv. Programmierer und Designer müssen sich verständigen, um einander zu verstehen. Das Mitbringen einer Tasse Kaffee hat schon Wunder bewirkt.

Viel Spaß bei der Arbeit!

Peter Klein
von Peter Klein



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  Kommentare:   Theorie, Sabine, 19.11.2001
Genau, dat isset !, Rene, 15.11.2001
Sind die Besten alle Freelancer, Herr Bokel?, Peter Klein, 15.11.2001
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