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| 1. Flash fürs Business – Neuigkeiten für Entwickler |
Zuerst war ich bei Macromedia, dem Vorreiter für Rich Internet Applications im Internet.
Irgendwie erwartete ich, Mobiltelefone oder PDAs am Stand zu sehen, und Consumer Anwendungen, die viel Geld in die Taschen der Anbieter spülen.
Das gab’s aber nicht. Dafür fand ich Möglichkeiten, ernsthafte Business-Anwendungen mit Flash zu erstellen, die HTML und Java weit überlegen sind.
Flash für komplexe Anwendungen
Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass für viele Internet-Anwendungen HTML oder DHTML einfach nicht das richtige Format ist.
Schon wenn es um die Darstellung von Beziehungen zwischen Inhalten, zum Beispiel in Formularen geht, wird die Sache kompliziert. Soll das ganze auch noch in Echtzeit und in verschiedenen Browserversionen funktionieren, muss man sich nach Alternativen umsehen.
Ein Beispiel für eine solche Alternative zeigte CONTURA mit der Anwendung PacProof, die für einen großen internationalen Pharmahersteller entwickelt wurde.
Ziel der Anwendung war es, den Workflow bei der Erstellung und Freigabe von Verpackungsmaterialien zu vereinfachen und zu optimieren. Es handelt sich um PDF-Dokumente, Mitarbeiter in mehr als 120 Ländern sollen diese sichten, kommentieren und freigeben können.
Die Lösung von CONTURA bietet eine Umgebung, wie man sie von Desktop-Anwendungen kennt, mit Funktionen wie Zoom, Vermassung, Textanmerkung und Änderungsverfolgung. Sämtliche Darstellungsfunktionen werden auf dem Client ausgeführt. So muss nicht für jede Änderung die Seite neu geladen werden.
Das Originaldokument bleibt dabei immer auf dem Server, der Benutzer sieht quasi durch ein Fenster auf das Dokument. Dies hat den erstaunlichen Effekt, dass die Darstellung einer großen PDF Datei unter Umständen schneller erfolgt als in der Desktop-Anwendung. Diese muss nämlich zuerst die komplette Datei laden um sie danach darzustellen.
Ich hab’ die Maus mal in die Hand genommen und ein wenig herumexperimentiert, und kann nur sagen: Die gefühlte Geschwindigkeit entspricht der einer Desktop-Anwendung.
Einfacher entwickeln mit Flex
PacProof kommuniziert über XML mit verschieden Applikationen auf dem Server und stellt deren Ergebnisse innerhalb des Flash Clients beim Benutzer dar.
Diese Anwendung ist eine komplette Eigenentwicklung gewesen. Thomas Bock von CONTURA sagt jedoch, dass der neue Flex Server von Macromedia die Entwicklung wohl wesentlich einfacher gemacht hätte.
Flex ist eine Server-Applikation, die aus Textdateien mit speziellen Tags on-the-fly SWF-Dateien erstellt. Es funktioniert also ähnlich wie ColdFusion oder PHP, nur dass die Ausgabe nicht in HTML, sondern in Flash erfolgt. Im Gegensatz zu diesen erstellt man auch nicht die komplette Anwendung in Flex, sondern nur die Präsentationsebene und die Benutzerschnittstelle. Für alle anderen Funktionen verwendet man die Umgebungen, die am besten geeignet sind, zum Beispiel J2EE, ColdFusion und .NET. Für die Benutzerschnittstellen steht eine große Anzahl an Elementen zur Verfügung, auf die man einfach zugreifen kann. So ist es möglich, sehr schnell funktionale Oberflächen für eigene Anwendungen zu erstellen. Da am Ende reguläre Flash-Filme entstehen, laufen sie unter Windows, MacOS, Linux und anderen Plattformen, für die ein Plugin existiert.
Links: Macromedia Flex
ActionScript sauber dokumentiert – mit FLASHDOG
Bei solch komplexen Anwendungen für mittelständische oder große Unternehmen entwickeln, stellt sich natürlich irgendwann die Frage nach der Dokumentation. Und bei Anwendungen, die in Flash vor allem mit ActionScript entwickelt werden wünschen sich auch einzelne Flasher oft eine Möglichkeit, den Quellcode vernünftig dokumentieren zu können, um während der Arbeit oder auch später die Programmierung nachvollziehen zu können.
Viele hatten eigentlich erwartet, dass Flash MX Professional 2004 eine solche Möglichkeit zur Dokumentation des Quellcodes bieten würde. Aber die fehlt immer noch.
CONTURA hat deshalb selbst so ein Tool entwickelt und pünktlich zur Messe auf den Markt gebracht. FLASHDOG ist ein Werkzeug zur automatisierten Dokumentation von Action Script. Es kostet nur EUR 79,90.
Und so funktioniert es:
- Die Dokumentation wird innerhalb des Quellcodes während der Programmierung erstellt.
- Die so erstellten Blöcke können automatisch in eine HTML Dokumentation umgewandelt werden. So kann man jederzeit die Historie und den aktuelle Entwicklungsstand eines Projekts sehen.
Ob das wirklich so reibungslos funktioniert, wie versprochen, lässt sich mit deiner Demoversion feststellen, die demnächst erhältlich sein soll. Wenn ja, ist das Geld sicher gut angelegt.
Links:
CONTURA
FlashDog
Raus aus dem Browser - Central für Business Applikationen
Wenn man den Browser eigentlich nur noch als Umgebung für vollwertigen Flash-Anwendungen verwendet, stellt sich die Frage, ob man ihn überhaupt braucht. Und hier kommt Central ins Spiel.
Central bringt Flash auf den Schreibtisch. Flash-Applikationen laufen nicht mehr innerhalb des Browsers, sondern in einer eigenen Umgebung – eben Macromedia Central. Auf den ersten Blick sieht Central aus wie Sherlock, der Suchmaschinen-Client von Apple, aber es kann mehr. Der größte Vorteil ist die Fähigkeit, Daten lokal auf der Festplatte zu speichern.
Ein schönes Beispiel ist die Hotspot-Suche von Intel. Um ins Internet zu kommen, braucht man einen Hotspot. Um einen solchen zu finden, braucht man Internet-Zugang. Und schon hat man ein Problem.
Hier sucht man sich vor der Reise die Städte, die man besuchen will aus und speichert sie als Favoriten ab. Später kann man sich vor Ort offline alle Daten der Hotspots in der Nähe anzeigen lassen.
[Bilder einfügen: Online Modus Suche nach Hotspot, Offline Anzeigen der Hotspot Daten]
Für viele Firmenanwendungen ist diese Art der Verbindung typisch. Sie nennt sich „Sometimes Connected“.
Herrlich & Ramuschkat entwickeln im Moment eine Central Anwendung für Außendienstmitarbeiter. Diese können offline auf Katalogdaten zugreifen, Produkte aus verschiedenen Teilkomponenten beim Kunden zusammenstellen und das ganze beim der nächsten Internetverbindung, zum Beispiel an einem WLAN Hotspot mit der Firmendatenbank abgleichen.
Da die Anwendung in Flash erstellt ist, kann sie auch ohne große Änderungen innerhalb des Intranets im Browser verwendet werden. Man spart somit die Entwicklung mehrerer Versionen einer Anwendung und gleichzeitig muss sich der Benutzer nur einmal mit der Anwendung vertraut machen. Das spart Zeit und Geld.
Links:
Herrlich & Ramuschkat |
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